Warum der Hessentag Vellmar mehr schadet als nutzt
Im Jahr 2013 will die politische Mehrheit in Vellmar den Hessentag ausrichten.
Ein 10tägiges Fest mit bis zu einer Million Besucherinnen und Besuchern.
Die Vellmarer Bürgerinnen und Bürger wurden nicht gefragt.
Ziel, der vor 50 Jahren ins Leben gerufenen, jährlichen Veranstaltung, sollte die Integration
und Identifikation in bzw. mit dem neuen Bundesland Hessen sein.
Tatsächlich bietet der Hessentag den jeweiligen Landesregierungen Gelegenheit, sich volksnah
zu präsentieren, ohne die störende Tagespolitik.
Den Bürgerinnen und Bürgern der Stadt Vellmar wird eine riesige Party geboten und aus den
diversen Fördertöpfen des Landes Hessen erhält die Stadt schneller und 'großzügiger' finanzielle
Mittel für diverse Infrastruktur- und Sanierungsmaßnahmen.
Der Hessentag ist eine sehr teure Veranstaltung!
Das Land Hessen wendet ca. 12 Millionen Euro dafür auf.
Für die Stadt Vellmar bleibt, nach Abzug der Einnahmen, ein Verlust von ca. 5 Millionen Euro, unabhängig vom Erfolg, d.h. der Zuschauerresonanz. Hinzu kommen ein Anteil an Investitionen,
Zinsen für Kredite und höhere Abschreibungen. Der Stadt Vellmar fehlen in ihrem Haushalt schon
jetzt bereits ca. 2,8 Millionen Euro.
Zweifellos sind die Sanierung der Bürgerhäuser, des Parkdecks am Rathaus und einige Straßen mit Fördermitteln des Landes positiv für die städt. Finanzen, soweit sie notwendig sind.
Auf die Sanierung der Hamburger Straße, den Umbau der Regenbogenkreuzung mit Kreisel und den
Umzug der Bücherei trifft dies nicht zu. Die Folge des vermeintlichen Geldsegens sind also unnötige Ausgaben.
Das gilt auch für die Kosten der Durchführung der Veranstaltung an sich.
Es ist dazu noch völlig offen, in welchem Umfang Flächen und diverses Equipment beschafft werden müssen.
Die Voraussetzungen, in Form von Freiflächen und geeigneten Gebäuden, sind in Vellmar nicht vorhanden. Kosten verursachende Anforderungen der Landesregierung sind zu erwarten.
Es wird also viel Geld ohne Nachhaltigkeit aufgewendet.
Was bleibt für die Stadt Vellmar nach dem Hessentag?
Ein Defizit jenseits von 8 Millionen Euro!
Auch der Werbewert der Veranstaltung wird verpuffen: es gibt keinen Tourismus, keine nennenswerten Gewerbe- und Baugebiete.
Vielmehr müssen die Bürgerinnen und Bürger mit Gebühren- und Steuererhöhungen rechnen, u.a.
bei sozialen Einrichtungen, wie Kindergärten und der Sozialstation.
Zudem wird ein Sinken der allgemeinen Standarts unserer Stadt nicht ausbleiben.
Investitionen um Einnahmen zu erzielen, z.B. durch Beteiligung an auswärtigen Gewerbegebieten
oder durch Rekommunalisierung der Stromversorgung werden unmöglich.
Kurzum die Stadt verbaut sich ihre Zukunft.
Daraus folgt, dass Vellmar die Ausrichtung des Hessentags zurückgeben muss!
Dafür setzen wir uns ein!